Abteilung Wurfscheiben / Trap







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Abteilungsleiter:            Andreas Mader                 andreas.mader@gmx.de

2. Abteilungsleiter         Michael Steigerwald           michael.steigerwald@web.de

3. Abteilungsleiter         Patrick Großmeyer             patrick.grossmeyer@arcor.de

Telefon:                         +49 (0)06021 4497801
                                      +49 (0)175 3612239 
                                       (nur während der Trainingszeiten)


Trainingszeiten             Dienstag und Samstag
                                     ab 13:00 Uhr - zur Winterzeit
                                     ab 14:00 Uhr - zur Sommerzeit


ANSPRECHPARTNER / TRAINGSZEITEN
IMPRESSIONEN



Wichtige Termine / bitte vormerken:

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Am Samstag, den 14. März 2026 findet der erste Arbeitseinsatz des Jahres 2026 statt. Beginn 8:30 Uhr - Es wird um vollständiges Erscheinen gebeten !!!!

Am Samstag, den 21. März 2026 bleibt der TRAP-Stand wegen der Jahreshauptversammlung (Beginn um 16:00 Uhr) geschlossen - wir bitten um Beachtung !!!!!

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Sollte der TRAP-Stand geschlossen sein, werden wir das hier veröffentlichen - Ansonsten gilt:

"Wer zuerst kommt - schiesst zu erst"

Sollte ein Schütze für das Training eine Flinte und/oder Munition benötigen, dann bitte im Vorfeld selbständig um die Bereitstellung kümmern. Ansonsten kann die Verfügbarkeit von Flinte und Munition und somit die Teilnahme am Training nicht gewährleistet werden !!!
 

A K T U E L L E S




              

W E T T E R
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Disziplinen

Wir hier bei St. Sebastianus schießen olympisches Trap. Trap ist schon seit dem Jahre 1900 olympische Disziplin. Eine Rotte von sechs Schützen verteilt sich auf fünf Standplätze, die im Abstand von drei Metern nebeneinander angeordnet sind. Jeder Standplatz ist mit einem Mikrofon ausgestattet, über das der Schütze mit seiner Schrotflinte im Anschlag seine Wurfscheibe, auch Tontaube genannt, abruft. Diese kommt dann aus einem Bunker geflogen, der 15 m vom Standplatz des Schützen entfernt ist. Jede Scheibe kann grundsätzlich drei Richtungen einnehmen: nach links, nach rechts oder geradeaus.
Eine Runde Trap besteht aus 25 Scheiben für jeden Schützen, davon zehn linke, zehn rechte und fünf geradeaus, natürlich in mittels Zufallsgenerator erzeugter Reihenfolge – mitzählen bringt nichts, lenkt nur ab. Jeder Schütze hat pro Scheibe zwei Schuss. Als Treffer gilt, wenn ein sichtbarer Teil der Wurfscheibe von ihr abplatzt. Die folgende Scheibe wird jeweils auf dem nächsten Standplatz geschossen, so dass jeder Schütze im Rahmen einer Runde jeden Standplatz fünfmal durchläuft. Die Tontauben kommen, wie schon gesagt, aus dem Bunker geflogen.
Dort stehen pro Standplatz drei, also insgesamt 15 Maschinen, jeweils eine für Links-, eine für Rechts- und eine für Geradeaus-Tauben. Die genaue Richtung, wie weit nach links oder rechts oder wie hoch die jeweilige Scheibe fliegen soll, ist bei jeder Maschine fix eingestellt. Insgesamt gibt es neun verschiedene Einstellungsprogramme für die 15 Maschinen, die bundeseinheitlich festgelegt sind.
Die Geschwindigkeit der Wurfscheiben beträgt ca. 70 km/h. Das heißt in der Praxis, dass bei schnellen Schützen der erste Schuss bereits ca. 0,4-0,6 s nach dem Abruf erfolgt; aber man hat auch nach 1,0-1,2 s noch eine Chance zu treffen. Auf jeden fall genaues Zielen hilft hier nicht, vielmehr sind intuitive Bewegungsabläufe gefragt. Geschossen wird bei uns mit Bleischrot Kaliber 12 und 24 g pro Patrone bei einem maximalen Schrot-Durchmesser von 2,4 mm.


Erfolge der letzten Jahre

Zu den sportlichen Erfolgen der Trap-Abteilung zählen einige vordere Plätze bei den bayerischen Landesmeisterschaften im Doppeltrap Anfang der 2000er Jahre in der Mannschafts- und Einzelwertung, sowie als absolute Höhepunkte der Gewinn des Deutschen Meister Titels 2018 im Trap durch unser Vereinsmitglied Georg Garst und im Jahr 2023 den Gewinn des Bayerischen Meister Titels durch unser Vereinsmitglied Michael Steigerwald.


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Von damals bis heute

Die Anfänge von Trap in St. Sebastianus waren weit von einer 15- Maschinenanlage entfernt. Los ging es 1977 unten im Steinbruch mit einer Handschleuder, ein sperriges Gerät, bei dem mittels eines längeren Hebels eine starke Feder gespannt wird, mit der dann nach manueller Entriegelung die Tontaube weggeschleudert wird – ähnlich wie in diesen alten englischen schwarzweiß Filmen, in denen der Lord seinem, an diesem Gerät sitzenden Butler „Pull“ zuruft und dieser dann mehr oder weniger verschreckt eine Scheibe fliegen läßt. Die Hauptprotagonisten für die Trapaktivitäten waren neben dem damaligen Kassierer Karl Hesele die Schützen Rudolf Becker, Karl Dressler, Ferdinand Stieler und Hans Spiller. Insbesondere Ferdinand, auch bekannt als „der Mann ohne Arme“, da er durch einen Unfall beide Unterarme verloren hatte, hat sich trotz dieses enormen Handikaps in der weiteren
Entwicklung der Trapabteilung besonders hervorgetan, denn bereits schnell reiften die Pläne für den Ausbau zu einer leistungsgerechten Anlage. Dazu musste vor allem erstmal durch Sprengen und  erschieben enormer Felsmengen Raum, und damit auch die heute bekannte „Trap-Alm“ geschaffen werden. Dazu hatte man zunächst die früheren Benutzer des Geländes, die hier stationierten Amerikaner um Hilfe gebeten, aber schnell stellte sich heraus, dass deren Equipment ungeeignet, da zu klein, war. Hier sprang dann Karl Dressler mit seinem eigenen Baugerät und Werner Neuf mit weiterer finanzieller Unterstützung in die Bresche. Der Herr der Planierraupe war dann die meiste Zeit Ferdinand Stieler, der mit einer hakenartigen Prothese an den Armen dieses Ungetüm steuerte. Und wollte die mal nicht so richtig anspringen, hat er sie mit eben diesen Haken mal kurz kurzgeschlossen. Am Ende der Tage blieb Karl Dressler jedoch – nicht zuletzt der unglaublichen Härte dieser besonderen Granitart geschuldet – auf einem Maschinenschaden von um die 60.000 DM sitzen.
Die Wurfmaschinen, damals Marke Spieth, wurden aus allen möglichen Ecken zusammengestoppelt.
Entsprechend individuell anspruchsvoll war deren elektrische Installation, die August Friedrich und Klaus Sperling in tagelanger Sisyphosarbeit durchzogen. Am Drei-Königs-Tag 1979 war es dann soweit, das erste offizielle Turnier konnte auf der neuen Anlage stattfinden, wie sich Michael Eck, hessischer Kadertrainer, auf dem diesjährigen Turnier erinnerte.
Aber nicht nur Bunker und Maschinen sind wichtig, die Schützen wollen auch beim Schiessen nicht im Regen stehen. Die Bedachung der Standplätze spendierte Hans Beck und musste man bis dato mit einem Bauwagen vorlieb nehmen, so wärmte man sich jetzt in einer massiven Hütte, deren Steine Gunter Grebner finanziert hatte. Damit hatte sich St. Sebastianus zum besten Trap- Stand des Main-Spessart Gaus entwickelt.
Seitdem finden regelmäßig mehrere Turniere im Jahr statt, die sich sehr hoher Beliebtheit erfreuen. Ende der neunziger Jahre wurde auch begonnen, Doppeltrap zu schiessen. Beim Doppeltrap bekommt der Schütze gleichzeitig zwei Tauben präsentiert. Dazu musste die Maschinensteuerung erweitert werden, was wiederum Klaus Sperling übernahm.
Nach gut zwanzig Jahren waren die damals schon gebrauchten Wurfmaschinen dann wirklich in die Jahre gekommen, und man beschloss unter Befürwortung des damaligen Hauptkassierers Helmut Waldschmidt Anfang 2000 eine Sanierung der Wurfanlage. Mit einer Investition von 60.000 DM wurden 15 neue Maschinen der Makre Serena angeschafft. 13.000 DM davon wurden durch interne Sammlung bei den Trapschützen generiert. Die alten Maschinen wurden für ca. 6.000 DM nach Nordrhein-Westfalen weiterverkauft.
Die Leistungsfähigkeit der neuen Anlage wurde einmal in besonderem Maße unter Beweis gestellt, als einer unser Schützen in der Lage war – pardon my language – mit einem Furz eine Taube abzurufen. Das kriege ich auch hin, werden Sie jetzt sagen, aber dann auch trotz des Überraschungsmoments auch noch zu treffen, ist nochmal eine andere Liga. Ein weiterer Künstler in unseren Reihen war in der Lage, mit der Zigarre im Mund Tauben zu treffen. Als ihm das ein Schiedsrichter bei einem Turnier untersagen wollte, wies er dies zurück, solange er ihm die entsprechende Stelle im Reglement nicht zeigen könne, die das verbiete.
So gingen die Jahre ins Land. 2006, vor unseren großen Sprengarbeiten haben wir in einer großen Spül- und Siebaktion 25 Tonnen Blei aus unserem Steinbruch rezykliert. 2010 wurde der Stand neu verkleidet und wurden große Holzplatten zur Schallisolierung angebracht.
Die bisherigen Abteilungsleiter der Trapabteilung waren Franz Wirth, Günter Schweikhard, Klaus Sperling und Gaetano Romano.
Seit einigen Jahren schon leitet Alfons Rollmann die Abteilung.


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